Forum: Swiss KM Tool Tag
Am letzten Mittwoch hatten wir als Event-Sponsor die Möglichkeit, am Swiss Knowledge Management Forum teilzunehmen. Wir waren gespannt zu erfahren, inwiefern und wie die teilnehmenden Personen das Phänomen Web 2.0 miterleben. Also nutzten wir für den Wissensaustausch die wertvollen Pausen zwischen den Vorträgen.
Wir trafen auf Vertreter von Unternehmen und öffentlichen Institutionen. Es erstaunt nicht, dass gerade die Grosskonzerne wie UBS, Credit Suisse, Swisscom, KPMG, PWC, E&Y und Swiss Re, deren grösstes Asset im Bereich der Wissensgenerierung und –wiedergabe liegt, mit einem oder mehreren Knowledge Managern vertreten waren. Diese Knowledge Manager konnten als unternehmensinterne Experten ihr Wissen während der Vortragsreihe auffrischen, hingegen schienen uns die Vertreter der KMU zunächst etwas auf verlorenem Posten im dynamischen Web 2.0 Umfeld zu sein.
Meiner Meinung nach sind gerade KMU in der Lage, sich aufgrund einer flachen Hierarchie und den einfachen Strukturen rasch neuen Technologien zu öffnen. Demgegenüber sind Anpassungen innerhalb von Konzernen schwierig zu bewerkstelligen. Diesen Unternehmen ist gemeinsam, dass die Ablösung bestehender Strukturen als weitaus kostenintensiver eingeschätzt wird, als die eigentlichen Kosten der Nutzung neuer Technologien. Die Substitutionsfähigkeit neuer Technologien muss damit nicht nur über den Gebrauchsnutzen gemessen werden, sondern auch darüber, ob diese die Restrukturierungskosten im Ablöseprozess zu rechtfertigen vermögen. Aus diesem Grund wird den KMU grössere Chancen eingeräumt, die einzelnen evolutionären Schritte im Web 2.0 mitzuverfolgen, wohingegen Grossunternehmen intern nur sprunghafte Veränderungen anstreben werden, womit automatisch qualitativ hoch stehende, ja revolutionäre Lösungen von Technologieanbieter gefordert werden.
Aus den Gesprächen mit den verschiedenen Teilnehmenden konnte eine gesunde Mischung an Experimentierfreude ausgemacht werden. Es hat sich auch die Forderung herauskristallisiert, dass die Web 2.0 Technologien über unterschiedliche Kanäle nutzbar sein sollen. Mit dieser Herausforderung beschäftigen wir uns bei Cassiber tagtäglich seit der Firmengründung. Erfreulicherweise machten wir das Bedürfnis nach einer multioptionalen Nutzung von Internettechnologien auch am Swiss Knowledge Management Forum aus.






