Warum soll da einer mitmachen?
Im Einklang scheinen die Experten zu sein, wenn es darum geht, die zwei wichtigsten Motivationsfaktoren zu bestimmen, warum sich Mitarbeiter am Innovationsprozess beteiligen sollten: Transparenz und Umsetzung.

Warum sollte sich ein Mitarbeiter bei Ideengenerierung, -bewertung und auch -entwicklung beteiligen? Monetäre Anreize? Ehrung durch einen Award? Beides sind altbewährte Methoden und beeinflussen die Motivation der Mitarbeiter. Doch die beiden wichtigsten Faktoren sind andere: Beobachtet man erfolgreiche, innovative Unternehmen genauer, basiert die Motivation grundsätzlich auf Transparenz und Umsetzung.
Mehr Transparenz, mehr Wirkung
Wenn ein Mitarbeiter niemals ein Feedback für eine Idee oder eine Anregung erhält, wird er dies in Zukunft unterlassen. Das Ziel muss stets sein, den Mitarbeiter zu mehr selbstständigen Ideen zu motivieren, um auch zukünftig Ideen und Feedback von ihm zu erhalten. Wenn ihm transparent aufgezeigt und begründet wird, was mit seiner Anregung passiert und vor allem warum, wird er auch dann weiter motiviert sein, wenn seine Idee nicht umgesetzt wird.
Ein Beispiel aus der Praxis: Hörgeräte und Bluetooth.
Warum baut man im Hörgerät keinen Bluetoothempfänger ein, um so das Mobiltelefon mit dem Gerät am Ohr zu verbinden? Eine tolle Idee? Nun, sie ist aus technologischen Gründen nicht umsetzbar. Die Batterien sind zu schwach, das standardisierte Bluetoothmodul ist zu gross. Das Hörgerät würde so wieder auf ein Vielfaches seines Volumens anwachsen, was die Kunden wiederum nicht möchten. Sie sehen, dass diese Ausführungen Ihnen bereits einen tieferen Einblick gegeben haben und Sie dies eher akzeptieren als einfach ein “nicht umsetzbar”. Viel besser erscheint es zudem, neben der Begründung dem Mitarbeiter mit dem Zusatz “es ist NOCH nicht umsetzbar” zu danken. Alle Ideen sollten transparent gespeichert werden. Sobald technologische Entwicklungen stattfinden, kann diese Idee wieder sehr wertvoll sein. Oder wird man sie noch einmal haben?
Fassbare Umsetzung entzückt
Es gibt wohl keine bessere Motivation, als wenn ein Mitarbeiter am Ende der Entwicklung “sein” Produkt vom Band laufen sieht. Auch wenn er selbst nur einen kleinen Teil wie z.B. die Farbe beigesteuert hat, wird er sagen können: “Da habe ich mitgearbeitet.”
Offenheit und Tatendrang als Basis
Die Basis einer fruchtenden Ideenkultur sind somit Feedback an den Ideenbringer, ein transparenter Prozess während der Ideengenerierung und Bewertung sowie eine zukunftsgerichtete Umsetzungsargumentation. Wenn etwas sinnvoll umsetzbar ist, sollte dies unumgehend in Angriff genommen werden. Der Mitarbeiter ist zufrieden und seine Loyalität für mehr konstruktive Ideen steigt.



